Hilfe und Suche

Gott

„Gott heißt auf englisch God und das ist nur ein o von good entfernt und das heißt ‚gut’.“

Alle reden von Gott – auch ich – aber wer behauptet das Mysterium ‚Gott’ gelöst oder gar durchschaut zu haben, der irrt gewaltig. Wir können Gott nur beschreiben, umschreiben und aus philosophischer Perspektive betrachten. Aber sobald es faktisch wird, sind alle Erklärungen dahin.

Die meisten Menschen glauben, dass sie Gott kennen oder sich zumindest schon mit ihm – gedanklich oder gefühlsmäßig – auseinandergesetzt und befasst haben. Gedanklich, das ist wahr, bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als sich mit ihm aus-einander-zu-setzen. Und alles, was ich sage, gilt natürlich auch für Dich. Das Denken kann ja die Dinge nur dann erkennen und verstehen, wenn es sie auseinandernimmt. Womit also befassen sich die Menschen denn, wenn sie sich nicht mit Gott beschäftigen, so, wie ich es behaupte? Sie denken bloß über eine Vorstellung nach. Sie haben sich ein Bild geschaffen von Gott und denken darüber nach.

 

Es ist nicht wirklich Gott, sondern Deine Vorstellung von Gott, die Du erforschen kannst.

Denn um etwas erforschen zu können, musst Du es physisch oder auch bewusstseinsmäßig begrenzen. Und alles, was begrenzt ist, widerspricht dem unbegrenzten, ewigen Schöpfer allen Seins, dieser unendlichen Quelle des Gewahrseins. Um diesen Zustand zu erreichen, muss jeglicher Impuls, denken zu wollen, verschwunden sein. Dann ist es möglich – und erst dann – ins wahre Leben und ins wahre Lebendig-Sein einzutauchen… und das, wovon alle reden, und das, worüber alle nachdenken oder was sich alle vorstellen, auch wahrhaftig zu erleben. Schwer ist es jedenfalls nicht. Aber: Alle Fragen und Gedanken darüber sind mit einem Mal verschwunden. Du bist reines, fühlendes, einzigartiges, gewahres Bewusstsein. Manche werden in solchen Momenten gar selbst zum Gewahrsein… sie sind Gott geworden. Sie befinden sich in jenem Zustand, von dem aus alle Wesen, alles Leben, jede Kreatur, sei sie nun materiell oder auch nicht materiell, entsprungen sind. Ihre Art zu leben ist es, jetzt da zu sein. Ganz da und absolut nur ganz da mit dem, womit sie augenblicklich gerade sind, egal ob Menschen, Tiere, Natur oder Geist. Immer da, immer einfach da. Was sie tun? Du denkst vielleicht, dass sie nun nichts mehr tun, nicht mehr handeln und das kann durchaus auch sein.

Aber dieses Nichts-Tun bezieht sich auf das Denken. Handeln kann der Mensch immer, wenn er möchte – aber er muss nicht mehr. Und Du weißt ja bestimmt, wie das ist, wenn man etwas nicht tun muss oder sollte oder glaubt tun zu müssen…?! Dann tut man einfach das, was im gegenwärtigen Augenblick angebracht ist, intuitiv. Immer das Richtige (um es mal so zu benennen), zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Das ist cool! Das ist wahrhaft göttlich! Das ist das, was ich als Erleuchtung bezeichne. Gott ist in der Gegenwart zu finden, nicht im Gestern oder Morgen, auch nicht im kleinsten vergangenen oder zukünftigen Augenblick. Nur jetzt, nur hier, nur dort, wo Du gerade bist. Das ist doch super, Du brauchst nirgendwo hinzugehen, kein einziges Hilfsmittel zu erwerben, nichts zu ’tun’, einfach nur Sein! Dieses Sein zu beschreiben ist ein unmögliches Unterfangen. Man kann es nicht sagen, Du musst es erleben!

Die Menschen machen sich eine Vorstellung von Gott. Eine Vorstellung kann zwar real sein, aber die Wirklichkeit ist anders. Die Wirklichkeit ist immer jenseits jeglicher Vorstellung, Überzeugung, Meinung oder Idee. Und ganz bestimmt jenseits jeglicher Beschreibung. Die Menschen suchen Gott in äußeren Dingen, in materiellen Gütern, Geld oder Wohlstand, Erfolg oder Berühmtheit, sie suchen ihn im Himalaja, beim Yoga, Meditieren, Beten oder in sonst einer Praktik, doch dort ist er nicht zu finden. Gott wird nicht dadurch gefunden – oder besser gesagt erkannt – dass man etwas erreicht, besitzt oder kann, sondern dadurch, dass man etwas ist. Und was sollte man sein, um ihn zu finden? Man sollte gewahr sein. Man sollte gegenwärtig sein, präsent. Präsent-Sein kannst Du überall, dazu benötigst Du weder irgendein Hilfsmittel, noch irgendeine Ausbildung. Um präsent zu sein, spielt es keine Rolle, ob Du arm oder reich, glücklich oder unglücklich, intelligent oder dumm bist. Jeder kann es, nicht morgen, sondern heute. Ich spreche jetzt nicht von irgendwelchen außergewöhnlichen Zuständen, sondern lediglich davon, allgegenwärtig zu sein.

Die meisten Menschen verstehen unter Allgegenwart, dass man überall gleichzeitig sein muss und denken, dass das wohl sehr schwierig sein müsse… Und in der Tat, das wäre es auch. Aber in welcher Zeit liegt denn die Gegenwart? Im Hier und Jetzt. Wenn sie also hier und jetzt ist, so bedeutet das, dass Du in dem Moment, wo Du ebenfalls im Hier und Jetzt bist, allgegenwärtig bist. Ja, Du bist allem gewahr, was jetzt gerade ist, allem, wo Du gerade bist… und das kann überall sein. Und in der Tat meint Allgegenwart: überall, wo Du bist, einfach gegenwärtig, voll präsent sein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn die Menschen wirklich gegenwärtig wären, dann würden sie ganz genau fühlen, was sie tun und alles Leid, aller Hass und alle Missgunst würden sich augenblicklich in nichts auflösen. Plötzlich würde Friede im Leben jedes Einzelnen einkehren. Liebe, Respekt und gegenseitige Wertschätzung wären die Folge. Alle Probleme würden sich wie von alleine lösen und neue würden nicht entstehen. Dann hätten wir das verheißene ’Goldene Zeitalter’ erreicht. Und ich bin der Meinung, dass wir gar nicht mehr so weit davon entfernt sind… Noch einige größere Erschütterungen und auch die große Masse der Menschen wird sich bewusst werden, dass wahres Glück nur im Inneren zu finden ist.

Der Begriff ‚Gott’ ist wohl der am meisten strapazierte, den es gibt. Das ist sehr traurig, wenn man betrachtet, für was alles ‚Gott’ herhalten muss. In jedem Krieg meint jede Nation, jede Religion, jede Hautfarbe, Gott auf ihrer Seite zu wissen. Im Namen Gottes werden die fürchterlichsten Gräueltaten vollbracht, Menschen gefoltert, getötet, umgebracht und bekehrt. Die Natur wird zerstört und Gott am laufenden Band gelästert… und das alles in den schönsten Roben, Worten und Ritualen. Jeder zeigt mit dem Finger auf die Andersgläubigen und wähnt sich selbst auf dem rechten oder gerechten Weg. Für mich ist das der blanke Hohn, ein Zeichen dafür, wie weit der Wahnsinn im Menschen schon fortgeschritten ist. Gott sei Dank ist Heilung in Sicht.

Immer wieder gibt es Menschen, die glauben zu wissen, was Gott will und die versuchen diesen vermeintlichen Willen Gottes, anderen aufzudrängen. Da Gott jedoch außerhalb von Raum und Zeit existiert, liegt die Annahme auf der Hand, dass er gar nichts will. Da Gott Anfang und Ende der Menschheit bereits kennt, sieht er auch keinen Anlass, große Veränderungen zu machen. Wenn die Menschen es tun möchten, dann ist das in Ordnung, aber zu behaupten, dass dies Gottes Wille sei, finde ich anmaßend. Es gibt keinen Grund zur Sorge für all jene, welche...

Du möchtest Den vollen Beitrag sehen?

Dann werde jetzt Premium-Mitglied und erhalte unbeschränkten Zugriff auf alle Premium-Inhalte!

  • Hol Dir den Zugriff auf inzwischen 647 Beiträge mit insgesamt mehr als  89 Stunden Video-Spielzeit.
  • Schaue Videos und lese Texte in voller Länge!
  • Exklusive Inhalte welche es nirgendwo sonst zu sehen gibt!
  • Im Premium-Bereich gehen wir tiefer als auf irgend einem anderen öffentlichen Medium.
  • Hol Dir Zugriff auf den Q&A-Bereich, wo Bruno und Aline exklusiv Fragen von Premium-Mitgliedern beantworten!
  • Schreibe Kommentare zu Beiträgen und tausche Dich mit anderen Premiums aus!
|
Kommentare: 0