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Aberglaube

Wenn man sagt: ich glaube, dann meint dies heutzutage meist nicht viel mehr als: ich vermute oder ich nehme an, dass dies oder jenes so oder so ist. Ursprünglich jedoch bedeutet es zu glauben: mit seinem ganzen Herzen auf das zu vertrauen, was man für sich selbst entschieden hat, als richtig anzuerkennen. Einverstanden, das klingt ein wenig verwirrend. Ich will mich jetzt ja auch gar nicht über den Glauben äußern, sondern über Aberglauben.

Aberglauben ist, wenn einer glaubt, er könne Birnen säen und dann Äpfel ernten.

Überall, wo ein Aber ist, wo Zweifel sind, versteckt sich ein Aberglaube. Wenn ich sage: Ich würde gerne für diese oder jene Zeitung schreiben, aber… Dann bin ich nicht sicher, ob das etwas bringt. Somit glaube ich nicht an diese Zeitung. Insofern, schon mal ein gutes Zeichen, wenn ich für „diese“ Zeitung schreibe. (Grins)

Einige denken jetzt vielleicht: Der schreibt doch für jede Zeitung Hauptsache, er kommt an die Öffentlichkeit. Die Leute glauben also nicht an meine Bescheidenheit oder daran, dass es mir um die Sache geht. Sie denken, es ginge mir nur um mein Ego. Sie glauben also nicht an mich oder nicht daran, dass ich meine Entscheidungen nicht vom Ego abhängig mache. Schaut man jedoch genauer hin, so bemerkt man immer, dass jeglicher Aberglaube ein sich selbst nicht vertrauen ist. Die Menschen unterstellen anderen ja bloß Dinge, welche sie selbst, unter bestimmten Umständen, tun würden oder welche sie bereits tun oder getan haben.

Deshalb sage ich immer, dass jeder unbedingt an sich selbst glauben soll. Denn nur wer an sich selbst glaubt, kann auch anderen vertrauen. Bedingungslos, ohne Wenn und Aber. Und so ist es auch mit Gott. Glaube ist nicht immer Glaube. Viele glauben bloß deswegen an einen Gott, weil es da Dinge gibt, für die sie keine logische Erklärung finden können oder die sie nicht verstehen. Oder, weil sie von sich selbst glauben, dass sie wertlos seien.

Wir alle kennen das Sprichwort: „Glauben heißt; nicht wissen.“ Ja, das finde ich sehr gut, denn irgendwann verwandelt sich der Glaube in Wissen. Das muss jetzt aber nicht bedeuten, dass dies nun DIE Wahrheit ist. Insofern ist jeder Glaube letztlich ein Aberglaube. Das klingt hart, ist aber nur logisch. Also, Aberglaube ist: Wenn man glaubt, Zweifel inbegriffen, dass man etwas ernten könne, was man nicht gesät hat. Mit anderen Worten, wenn man glaubt, dass man einfach so dahinleben kann und dann plötzlich Großes in seinem Leben oder auch danach, geschehen soll. So, wie wir alle wissen, dass Krieg zu führen nicht das Richtige ist und dennoch nichts tun, damit die von uns gewählte politische Macht, es sind ja auch Menschen die Politiker und Politikerinnen, keine Kriege führen können. Im Gegenteil, wir finanzieren die Kriege mit, indem wir Steuern zahlen, Wertpapiere von einschlägigen Unternehmen besitzen oder sogar für sie arbeiten. Und das alles bloß deswegen, weil wir Angst ums eigene Überleben haben. Somit demonstrieren wir eigentlich, dass wir nicht an die Kraft des Friedens, sondern an die Sicherheit der Kriege glauben!

Gut aber zu wissen, dass wir auch daran zweifeln und diesen Aberglauben früher oder später so, wie jeden Aberglauben, ebenfalls ablegen werden. Und dann wird Friede einkehren auf Erden und die Menschen beginnen wieder zu erkennen, dass die einzig wahre Sicherheit im Frieden liegt. Dem Krieg zu vertrauen zeugt von einem menschenunwürdigen Bewusstsein mit einem IQ von ca. o, o1%.

Mein Problem ist, dass ich bisweilen den Glauben in die Menschheit verloren habe. Da ich ihn aber unbedingt zurückerobern möchte, schaue ich genau hin, wo die Wurzeln sind. Sie müssen ja bei mir sein, nur da kann ich auch etwas ändern. Ja, ich glaube immer noch zu wenig an das Gute in mir. Ich zweifle an mir selbst und glaube ab und an immer noch, dass ich so, wie ich bin, nicht wirklich gut genug bin. So, und jetzt gehe ich hin und integriere das. Dies ist mein Beitrag zu einem künftigen Weltfrieden und wie immer gründet dieser im Frieden mit mir selbst. Daneben steigert dies meine Integrität, meine Selbstachtung und den Glauben in mich. Dies wiederum führt in der Folge dazu, dass ich wieder WEISS, wer ich bin. Nun, wer möchte das nicht wissen?

 

Bruno Würtenberger
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