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Das Opferbewusstsein und wie man ihm entkommt

Als Menschen besitzen wir die Möglichkeit und die Freiheit zwischen zwei verschiedenen inneren Haltungen zu entscheiden, dem Opfer- und dem Schöpferbewusstsein. Die meisten Menschen befinden sich leider im Opferbewusstsein. Nicht, dass dies schlimm wäre, aber im Schöpferbewusstsein zu leben macht einfach viel mehr Spaß.

Da jedoch die meisten Menschen schon Widerstand gegen den Begriff ‚Opfer’ haben, wähnen sie sich einfach im Schöpferbewusstsein. Damit sie sich selbst dies auch glauben können, färben sie einfach alles schön, was nach Opferbewusstsein aussieht. Dass dies aber keine Lösung und auch kein Weg aus dem Opferbewusstsein hinaus ist, versteht sich von selbst. Zumindest für uns. Die Selbsteinschätzung diesbezüglich lässt also sehr zu wünschen übrig. Daher stellen wir am besten erst einmal fest, an welchen Merkmalen man erkennt, dass man sich im Opferbewusstsein befindet.

  1. Man ist nicht dauerhaft glücklich und lebensfreudig.
  2. Man ist nicht wirklich ehrlich und authentisch.
  3. Man fühlt sich den Umständen ausgeliefert und von der Vergangenheit abhängig.
  4. Man kämpft gegen das System anstatt mit ihm zu spielen.
  5. Man hat Widerstand gegen Ungerechtigkeit.
  6. Man macht Vorwürfe und bewertet.
  7. Man hat für alles immer eine gute Begründung respektive Ausreden.
  8. Man sucht nach Bestätigung.
  9. Man fühlt sich für gewisse Dinge nicht verantwortlich.
  10. Man neigt zu Schönfärberei und denkt bewusst positiv.
  11. Man glaubt, dies oder jenes nicht nötig zu haben obwohl es bereits da ist.
  12. Man denkt viel und ist stolz darauf intelligent zu sein.
  13. Man ist gestresst.

Dies sind einige der häufigsten und deutlichsten Merkmale an denen man sich diesbezüglich einen recht guten Überblick über den eigenen Bewusstseins-Status machen und woran man sich orientieren kann. Ein weiteres deutliches Signal wäre jetzt zum Beispiel, dass man gegen den einen und anderen Punkt dieser Aufzählung Widerstand hat und diese zu relativieren versucht. Erwischt? 🙂

Natürlich gibt es extremste Feinheiten welche der gute Bewusstseinsforscher und Psychologe beobachtet. Aber ich will nicht zu detailliert auf das Thema eingehen. Nur eines kann ich vorwegnehmen: Nämlich, dass bei ganz genauem Betrachten klar wird, dass sich praktisch jeder Mensch, mehr oder weniger, im Opferbewusstsein tummelt. Ein gutes Zeichen dafür ist, dass man genau diese Aussage ablehnt. Zumeist sind jene mehr im Schöpferbewusstsein welche erkennen, dass sie viel zu oft im Opferbewusstsein sind. Es bereitet ihnen keine Probleme sich dies einzugestehen und sie sind auch nicht im Kampf damit. Im Schöpferbewusstsein stellt man fest, wohingegen der Opfermensch alles bewertet und die Dinge nicht einfach nur neutral feststellen kann. Ein sehr deutliches Signal dafür, dass jemand bewertet ist, dass er darauf besteht, es nicht zu tun!

Wenn ich sage, dass der Mensch ein Schöpferbewusstsein hat, dann sage ich damit nicht, dass der Mensch Gott ist. Ich sage damit bloß, dass wir über ein schöpferisches Bewusstsein verfügen. Dieses

können wir dazu verwenden uns klein oder groß zu machen. Sich klein zu machen bedeutet, dass man sich als Opfer der Umstände betrachtet und glaubt, dass ein Einzelner nichts verändern kann. Dies bedeutet aber nichts weiter, als dass man die Eigenverantwortung und somit auch seine Stärke ablehnt. Es ist eine eher billige Variante die Schuld für jeden Misserfolg anderen in die Schuhe zu schieben. Dem Umfeld, den Nachbarn, den Regierungen, dem System, den Reichen, seinem Partner, Chef, Lehrer oder Eltern und so weiter. Dies ist der Weg der Selbst-ent-mächtigung.

 

Wie entkommt man nun dem Opferdasein?

Ganz einfach. In dem man Verantwortung übernimmt. Das ist der Ausgang. Wer dies versteht befindet sich bereits nahe genug dem Schöpferbewusstsein und kann es auch umsetzen. Wer hier noch Erklärung benötigt, der ist selbst dann, wenn ich es erklären würde, nicht dazu in der Lage, es umzusetzen. Daher kann ich hier getrost auf weitere Informationen, Erklärungen, Begründungen verzichten und schlage auch keine Übungen dazu vor. Einfach Verantwortung übernehmen… Punkt. Dies ist der Weg der Selbst-er-mächtigung.

„Wer Ohren hat, der hört – Wer verstehen will, der versteht.“

Bruno Würtenberger

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