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Seine Feinde lieben – geht das überhaupt?

Die Antwort ist ebenso kurz wie einfach. Allerdings nicht unbedingt verständlich: Nein, das geht nicht. Wenn ich Euch jetzt einfach so mit dieser Antwort alleine lassen würde, dann würdet Ihr vielleicht nichts Nettes über mich denken. Also nutze ich die Gelegenheit beim Schopf und erkläre Euch gerne, wie ich das meine. Einverstanden?

Also, das Ganze hat etwas mit der Zeit zu tun. Was, mit der Zeit, hä? Ja, denn der Punkt zu dem ich Euch begleiten möchte ist innerhalb der Zeitspanne zu finden, wo Du Dir vornimmst jemanden zu lieben und dem Augenblick, wo es Dir auch gelingt. Seine Feinde lieben zu wollen, das ist möglich. Aber wenn es Dir gelingt es nicht nur zu wollen, sondern Du es tatsächlich tust, dann ist er schon kein Feind mehr. Verstehst Du das?

Doch wenn wir uns schon mit diesem Thema beschäftigen, dann lass es uns noch ein wenig weiter ausführen. Es ist nämlich so, dass das jeder könnte, aber oft kannst Du es nicht wollen. Ja, wer es nicht tut, der kann es nicht wollen. Er will nicht, sonst könnte er ja. Es nicht zu wollen, das kann jeder und jeder behauptet, dass er schon könnte, wenn er wollte. Aber stimmt das wirklich? Auch hier, die Antwort ist so kurz wie einfach: Nein, denn wenn er könnte, dann würde er.

 

Es stellt sich also lediglich die Frage, wie kann man etwas wollen, was man nicht will?

Auch hier, kurz und knapp: In dem man es einfach tut! Ja, gewisse Dinge können wir nur tun, wenn wir es bar jeglicher Gedanken tun. Nicht einfach kopflos oder gar dumm oder so und auch nicht tollkühn. Wir sind nämlich überhaupt nicht blöd nur weil wir gerade mal nicht denken! Eher ist das Gegenteil der Fall. Die dümmsten Menschen die mir je begegnet sind hatten praktisch alle mindestens einen Doktortitel. Damit sage ich gar nichts gegen solche Titel. Ich stelle nur fest. Ich stelle fest, dass je tiefer ein Mensch das Gefühl dumm zu sein in sich trägt, desto mehr spornt ihn dies an, erst recht und besonders viel zu denken und zu studieren. Das ist aber ein Bumerang. Je mehr man dieses innere Gefühl bekämpft, desto stärker wird es nämlich. Das ist wie ein Teufelskreis. Je mehr man lernt, desto schlechter fühlt man sich. Ja: „Je mehr Du weißt, desto mehr weißt Du auch, dass Du praktisch nichts weißt.“ Das Feld dessen, was man noch alles wissen könnte, erweitert sich ja direkt und proportional zu jedem neuen Wissen. Also:

Wer denken kann ist deswegen noch lange nicht glücklich.

Noch immer grassiert die Meinung, dass man zuerst einen Grund dafür haben muss um glücklich sein zu können. Aber wenn Du einen wirklich glücklichen Menschen fragst, weshalb er denn so glücklich ist, dann wird er Dir folgendes antworten: Einfach so. Für viele geht das aber überhaupt nicht. Schon gar nicht dann, wenn man noch Probleme, Krankheiten oder andere Sorgen hat. Dies jedoch würde praktisch allen Glücksstatistiken widersprechen. Denn diese besagen, dass die ‚einfachsten’ Menschen oft die glücklichsten sind. Ich sage aber bewusst ‚einfach’ nicht ‚einfältig’ und auch nicht normal. Einfache Menschen sind Menschen, welche zwar gut denken können und bisweilen auch sehr viel wissen, aber sie müssen nicht. Sie müssen also nicht denken, auch wenn sie es durchaus könnten.

Sie haben es noch leichter mit dem Lieben ihrer Feinde. Weshalb? Weil sie keine haben!

Aber gut, ich weiß natürlich auch, wie das gemeint ist mit dem Lieben der Feinde. Es würde zu sofortigem Weltfrieden führen. Oh wie schrecklich wäre denn das? Was würden wir dann bloß machen? Du lachst? Ne, ne, die meisten Menschen wüssten in der Tat nichts mit ihrer Zeit anzufangen, wenn sie keine Feinde mehr hätten. Worüber sollten sie dann reden und sich beklagen? Nicht umsonst wurden alle bisherigen Friedensstifter bis aufs Blut bekämpft! Nichts scheuen die Menschen mehr, als absoluter Friede, Stille und Seinstiefe. Warum? Weil dort sieht jeder jeden genau so, wie er wirklich ist. Na ja, und wer mag das schon? Mit Sicherheit nicht jene, welche nichts anderes kennen und ein Leben lang praktiziert haben, als zu klagen oder irgend etwas zu bekämpfen. Auch die Spirituellen werden das nicht mögen. Warum das? Weil sie dann ja nicht mehr an sich arbeiten müssten um erleuchtet zu sein.

Es scheint nur so, als würden sie das Ziel erreichen wollen und in der Tat, es wäre sehr einfach. Aber man müsste dazu in der Lage sein, alles so Sein lassen zu können, wie es Ist.

Und wenn Du denkst, dass Du das kannst, dann achte einfach darauf, wie und vor allem ob Du auf meine Worte mit Widerstand reagierst oder reagiert hast. Dann weißt Du zumindest wo Du stehst, wenn Du es Dir eingestehen kannst 😉

Ich grüsse Euch alle auf jeden Fall von ganzem Herzen und hoffe, dass ich es irgendwie rüberbringen konnte, dass es nur dann möglich ist seine Feinde zu lieben, wenn man keine hat!

Ach Gott, immer diese ständigen Koans. Diese in sich selbst widersprechenden Gleichheiten welche unseren Verstand wirklich in die Bredouille bringen. Wie soll man so was denn überhaupt verstehen können? Wo ist da die Logik? Ach komm, wenn Du nur das verstehen und glauben würdest, was logisch ist, dann wüsstest Du wahrlich nicht viel vom Leben. Die wahren Dinge des Lebens, die versteht man nur mit dem Herzen oder gar nicht.

Unser eigenes Leben, unsere Lebensumstände und alles, was wir erfahren, gibt uns Auskunft darüber, wo wir diesbezüglich stehen. Abschließend lässt sich sagen, dass je glücklicher Du bist, desto richtiger hast Du es gemacht und desto offener ist auch Dein Herz.

Also, gehabt Euch wohl und verpasst bitte nicht den Höhepunkt einströmender Energie zwischen dem 21. und dem 23. 12. 2012. Genießt den Moment des Friedens und verankert ihn ganz tief in Eurem Sein! Dies wird entscheiden, wie es danach für Euch weitergehen wird. Wir erschaffen uns damit alle unsere unmittelbare Zukunft. Wir können es nun wieder selbst in die Hand nehmen zu entscheiden, in was für einer Welt wir leben wollen und ich schätze, dass wir uns bald wieder lesen.

 

Bruno Würtenberger

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