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Eins-Sein ist möglich

Du hast bestimmt schon viel über Eins-Sein gehört und gelesen. Ja, ein wahrhaft lohnenswertes Ziel ist das, aber wie kann man es erreichen? Lass es mich mal von der anderen Seite aus betrachten: Was hindert uns denn daran, Eins-Sein zu erfahren?

Angst. Angst ist eine sehr egoistische Angelegenheit. Angst befasst sich immer bloß mit sich selbst. Ängstliche Menschen sind, obwohl sie sich natürlich als Opfer fühlen, sehr auf sich selbst fixiert. Es geht ja immer darum, was einem selbst passieren könnte. Ja, selbst wenn man sich um jemand anderen sorgt, so geht es schlussendlich doch darum, wie man sich selbst fühlen würde, wenn diesem oder jenem dies oder jenes geschehen würde. Summa summarum also auch wieder das Ich im Zentrum des Geschehens.

Wenn wir jedoch unsere Ängste durchdringen, tiefer gehen, durch sie hindurch gehen, sowohl bei uns selbst, wie auch bei den anderen, dann eröffnet sich eine Ebene von Gleichheit. Hinter allen Ängsten sind wir alle gleich. Gleich und doch individuell. Wir unterscheiden uns nicht bloß durch unsere unterschiedlichen Ängste, sondern viel mehr durch unser individuelles Sein.

Trennung und Zweiheit, im Gegensatz zur Einheit oder dem Eins-Sein, wird durch die Betonung von Unterschiedlichkeiten erzeugt und aufrechterhalten. Das Ego will ebenso einzigartig sein, wie Deine Individualität, daher versucht es diese zu kopieren. Aber im Gegensatz zu Deiner Individualität, welche weiß, dass sie einzigartig ist, weiß das Ego ganz genau, dass es gleich ist, wie alle anderen Egos auch. Und dies gefällt ihm gar nicht. Denn es erzeugt kein Eins-Sein, sondern ein Nicht-Speziell-Sein. Dieses Gefühl wiederum macht das Ego unzufrieden und es versucht dies durch Fokussierung auf Unterschiede wieder wett zu machen.  Mit Adleraugen späht es nach Unterschieden. Aha, Mann, Frau. Dick, dünn. Reich, arm. Hübsch, hässlich. Groß, klein. Schwarz, weiß usw. Es generiert sich das Gefühl besser als andere und somit einzigartig zu sein dadurch, dass es andere herabsetzt. Einige machen das natürlich auch umgekehrt und setzen sich selber immer herab. Damit versuchen sie zu verschleiern, dass auch sie etwas Besonderes sein wollen obwohl, es ist genau dasselbe. Nur, anstatt dass die anderen sagen: „Die oder der ist aber eingebildet“, sagen sie dann: „Ohje, was für ein armer oder arme das ist. Aber in jedem Falle garantiert es besondere Aufmerksamkeit. Aber besondere Aufmerksamkeit ist eben nicht gleichbedeutend mit Einzigartig-Sein und das vermeintliche Eins-Sein entpuppt sich alsbald als Alleinsein!

Einmal mehr zeigen meine Ausführungen, dass es wesentlich ist, den Unterschied zwischen dem, was man hat oder nicht hat und dem, was man tatsächlich ist, zu kennen.

Durchdringen wir jedoch die Ängste in uns und anderen, dann kommt zum Vorschein, dass wir alle viel ähnlicher sind als wir es je vermutet hätten. Dahinter sind alle Menschen erfüllt von einem tiefen, friedlichen Sein jenseits jeglicher Ängste, Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühlen.

Eins-Sein ist kein esoterisches, vom Verstand hergestelltes Gefühl von: Jaaaa…. wir fühlen uns alle sooooo Eins miteinander, sooo friedlich und sooo voller Liebe füreinander…! Eins-Sein ist...

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