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Die Mähr des Positiv Denkens

«Positives Denken ist einer der größten psychologischen Irrtümer. Deswegen wird es auch von jedem empfohlen.»

Die folgende Lektion von mir wird viel aufwirbeln und vielen Menschen nicht gefallen. Dennoch fühle ich mich dazu verpflichtet, dem Irrtum positiven Denkens ein Ende zu bereiten.

Du musst aber ganz genau zuhören, wenn Du meine Erklärung verstehen willst! Ich sage nicht, dass es schlecht ist, positive Gedanken zu haben! Wir alle wissen um die wohltuende Wirkung positiver Gedanken auf unsere Gefühle und auch bezüglich dem Erleben und Gestalten seiner eigenen Realität. Das ist eine unbestrittene Tatsache. Dennoch ist der Rat, wenn es einem schlecht geht oder sich das Leben gerade schwierig gestaltet, ein schlechter Rat. Und nun, rate mal warum?

Du kommst nicht drauf? Weisst Du auch, weshalb die meisten Menschen nicht draufkommen, was an positivem Denken verkehrt sein könnte? Nein? Ich kann es Dir sagen: Weil alle blindlings den Glauben angenommen haben, dass Positives immer gute Auswirkungen hätte. Aber wie gesagt, da muss ich Euch leider enttäuschen. Warum?

Weil es eben nicht darum geht, positiv zu denken, sondern positiv zu sein!

Wer negativ ist und dies mit positiven Gedanken vertuscht, der hilft sich nur kurzfristig, aber langfristig bewirkt es genau das Gegenteil davon. Ein Mensch, der positiv ist, der denkt automatisch positiv, weil es seiner wahren, echten und ehrlichen inneren Haltung entspricht.

Klar, Studien belegen, dass positive Menschen glücklicher, gesünder und auch erfolgreicher sind. Und da solche Menschen automatisch positiv denken, hat man einfach und falsch schlussgefolgert, dass positiv Denken solches bewirken könne. Das ist ein typisches Beispiel für verkehrt lineares Denken jenseits von echtem psychologischen Durchblick.

Wenn ein mürrischer, griesgrämiger, ernster oder schwermütiger Mensch damit anfängt positiv zu denken, weil er dies in einem Buch gelesen oder auf esoterischen Seminaren ununterbrochen zu hören bekommen hat, dann nennt man das schlicht und ergreifend: Verdrängung! Und ja, das gilt auch für Psychologen die mit solchen unüberprüften ‘Weisheiten’ um sich werfen! Sie sollten es eigentlich besser wissen, sofern sie auch selbst forschen und nicht nur das weitergeben und damit arbeiten, was man ihnen im Studium beigebracht hat. Psychologie ist nicht etwas, was man einfach so husch-husch lernt nein, es ist das Resultat Jahre- ja, sogar Jahrzehntelanger persönlicher Forschung in Sachen Bewusstsein! Denn solche Unterschiede zu erkennen hat nichts mehr mit reinem Wissen zu tun, sondern mit Weisheit. Ja, Wissen lässt sich erlernen. Weisheit nicht. Diese muss man entdecken!

 

Was ist besser als positiv denken?

Wie gesagt, besser als positiv zu denken ist es, positiv zu sein. Anstatt sich mit positiven Gedanken abzumühen und sich anzustrengen, über jeden negativen Impuls etwas Positives drüberzulegen, wäre es sinnvoller, logischer, vernünftiger und erfolgversprechender, authentisch zu sein und zu lernen, wie sich das Negative in mir transformieren lässt.

Dies ist gar nicht so schwer… Erstens gilt es, das was gerade da ist, auch wenn es negativ ist, so zu nehmen, wie es ist. Und zweitens, wenn man ganz entspannt damit sein kann, kann man sich folgende Frage stellen: «Wie fühle ich mich jenseits dieser ersten Reaktion?» Dann könnte man auch dieses Gefühl noch integrieren.

Wenn man sich dieses Vorgehen angewöhnt, fällt es einem von mal zu mal leichter das zu nehmen und zu fühlen was ist und auch das zu finden, was darunter liegt. Und eines kann ich schon mal vorwegnehmen: Das Gefühl darunter ist viel schmerzhafter als die erste Reaktion. Deshalb will ja auch keiner gerne dorthin.

Das ist der Weg zum positiv Sein. Sobald man dort angekommen ist entfällt jegliche Anstrengung positiv zu denken und erst dann funktioniert es mit dem Erschaffen der gewünschten Realität anhand von Gedanken. Wenn Ihr wollt, dann denkt bitte gerne mal intensiv darüber nach.

Also, wenn Du Dich schon mal gefragt hast, weshalb positiv zu denken bei manchen funktioniert und bei anderen nicht, der Grund dafür ist recht simpel:

Bei positiven Menschen funktioniert es. Warum? Eben, weil sie sich nicht anstrengen brauchen um positiv zu denken, weil sie selbst positiv sind.

 

So wird positives Denken missbraucht:

Die meisten Menschen wenden positives Denken dafür an um unangenehme Erfahrungen schön zu reden. Das heisst: Sie lehnen die Wahrheit ab und streichen diese einfach neu. Was das bringt? Hm… nichts. Hm… also… nicht ganz nichts, sondern genau das, was man eigentlich nicht haben möchte, von dem man in der Regel aber bereits schon genug hat, nämlich: Negative Erfahrungen. In anderen Worten gesagt: «Es hilft nichts, wenn man ein Brett vor dem Kopf hat, es einfach neu zu streichen!» Denn auch wenn es dann schöner aussieht, es wird nicht zu einer neuen Realität führen.

Positiv denken ist das, was Positives bringt und nicht einfach das, was schön und gut klingt!

In diesem Sinne Euch allen ein wundervolles Leben und herzlichtvolle Grüsse!

 

Bruno Würtenberger.

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